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TENS Behandlung ++ Grundlegende Infos ++

TENS: Kann man Schmerzen mit Strom behandeln?

Slendertone Herren EMS-Armtrainer, 0397-2034 - TENS steht für Transkutante elektrische Nervenstimluation (Hier gibt es mehr Infos) und soll Schmerzen mit Strom bekämpfen. Elektrische Impulse werden mittels Elektroden, die auf der Haut angebracht werden, in den Körper übertragen.

Man könnte TENS Geräte heutzutage auch die Fische der Neuzeit nennen. Warum? Historiker fanden heraus, dass das die alten Ägypter Fische auf die betroffene Körperstelle gelegt haben, welche dann kleine Stromstöße abgaben. Als Erfinder der TENS gelten die beiden Forscher Professor Patrick Wall und Professor Ronald Melzack, welche beide in der Schmerztherapie zu Hause sind. Die sogenannte Kontrollschrankentheorie wurden von den beiden Professoren entwickelt. Es ist ein in den 1960er Jahren entwickeltes Konzept zur Schmerzwahrnehmung. Diese besagt, dass ein Schmerzreiz über das Rückenmark auf eine zweite Nervenzelle umgeschaltet wird, die dann ins Gehirn führt. Diese Theorie war ausschlagend für die spätere TENS Therapie.

 

So gut wie keine Risiken bei minimalen Aufwand

Es gibt mittlerweile unzählige Studien, die der TENS eine Wirksamkeit bescheinigen. Allerdings erfüllen diese nicht die nötigen Qualitätskriterien. Somit ist die wissenschaftliche Evidenz für das Verfahren nicht gut. Dennoch wird TENS mittlerweile in fast jeder Schmerztherapie als fester Bestandteil integriert. Die Gründe dafür liegen klar auf der Hand. Die Handhabung ist so einfach, dass man eine TENS Therapie sogar zu Hause führen kann. Die geringen Kosten und keinerlei Nebenwirkungen spielen ebenfalls einen großen Faktor. Abgesehen von leichten Hautirritationen die durch die Stromstöße verursacht werden können, gab es noch keinerlei Schäden oder Verletzungen.

Wann wird TENS angewendet?

TENS wird, wie eben bereits geschrieben, bei Schmerztherapien angewendet. Dennoch ist eine Schmerzlinderung, wenn sie denn eintritt, eher moderat. Man sollte also auf keinen Fall mit all zu hohen Erwartungen die Therapie beginnen. TENS sollte demnach als Ergänzung zur eigentlichen Therapie gesehen werden. Besonders bei Sportverletzungen setzen Ärzte diese Therapie als begleitende Maßnahme ein. Es gab ebenfalls bei Kopfschmerzen, Migräneanfällen als auch bei Tumorschmerzen positive schmerzlinderne Resultate. Ob TENS grundlegend bei der Therapie zum Einsatz kommt, sollte der Patient mit seinem Arzt besprechen.

 

Wann sollte keine TENS Therapie erfolgen?

Auch wenn eine derartige Therapie keinerlei Nebenwirkungen mit sich bringt gibt es einige Auschlussfälle, bei denen keine Transkutante elektrische Nervenstimluation stattfinden. Bei Erkrankungen wie Epilepsie, psychischen Erkrankungen, Schwangerschaft, Herzschrittmacher oder ein eingepflanzter Defibrillator sprechen gegen eine TENS Behandlung.

 

Wie läuft eine TENS Behandlung ab?

TENSDie Geräte  sind in etwa so groß wie ein Mobiltelefon, sie über zwei bis acht selbstklebende Elektroden mit der Haut verbunden. Die Lokalisation der Elektroden richtet sich nach den Beschwerden des Patienten. Zudem auch noch der Verlauf der Muskeln und Nervenstränge. Die verschiedenen Einstellung des Geräts bedarf im besten Fall eine Einweisung, bevor sie zu Hause zum Einsatz kommen. Mit einer Frequenz von 50 bis 150 Hertz und einer mittleren Stromstärke sollten sich Schmerzen für kurze Zeit lindern lassen

Jede Sitzung dauert in etwa zwischen 20 und 50 Minuten, wobei mehrere Sitzungen am Tag möglich sind. Die Häufigkeit hängt davon ab, wie stark die Beschwerden des Betroffenen sind und wie lange der Effekt hält